| 3. Das Weltethos |
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Das vielleicht bedeutendste Ergebnis der Konferenz des Parlaments der Weltreligionen 1993 in Chicago, war die von Muller in seiner Grundsatzrede verlangte „dauerhafte Einrichtung“ mit der Aufgabe die religiöse Einheit zu fördern. Zum Ende der Konferenz schuf das Parlament den „Inneren Zirkel“ einen Zusammenschluss von religiösen und spirituellen Führern, darunter auch Muller und den Tübinger Theologen Hans Kung. Dieser Zusammenschluss verabschiedete sofort das, unter Federführung von Hans Küng entstandene inter-religiöse Weltethos. Das Weltethos gründet einen "allgemeinen Satz von Kernwerten", die auf "alten Richtlinien für das menschliche Verhalten beruhen, die in den Lehren der Religionen der Welt gefunden werden, und die die Bedingung für eine nachhaltige Weltordnung sind." Des Weiteren bildet es "eine unwiderrufliche, vorbehaltlose Norm für alle Gebiete des Lebens, für Familien und Gemeinschaften, für Rassen, Nationen, und Religionen." In seinem Buch „Globale Verantwortung: Auf der Suche nach einer Neuen Weltethik“ (1991), macht Hans Kung unmissverständlich klar, dass die Teilnahme an dieser neuen „Ethik“ (Religion) keiner freiwilligen Entscheidung unterliegt. Er erklärt: „Jede Form von ...Kirchenkonservatismus ist abzulehnen… Um es auf den Punkt zu bringen: Keine rückläufige oder repressive Religion - ob christlich, Islamisch, jüdisch oder beliebiger Herkunft - hat eine langfristige Zukunft... Wenn die Ethik dem Wohl aller dienen soll, muss sie unteilbar sein. Die ungeteilte Welt braucht zunehmend ein ungeteilte Ethik. Post-Moderne Männer auf und Frauen brauchen gemeinsame Werte, Ziele, Ideale, Visionen. Aber die große Frage in der Debatte ist: setzt nicht dies alles einen religiösen Glauben voraus?...Was wir brauchen ist eine ökumenische Weltordnung!" Das Weltethos welches von Muller unterzeichnet und an die anderen interreligiösen Führer überreicht wurde, tritt als Begleitstück der von Maurice Strong und Mihail Gorbatschow verfassten Erd-Charta auf, und soll für die Religion der neuen Weltordnung das werden, was die Gründungsurkunde für die internationale Politik ist. Zusammen werden diese beiden Dokumente den zukünftigen religiösen und politischen Kurs der Menschheit bestimmen Der von Muller entworfene Weltlehrplan beabsichtigt beide Dokumente, durch den Einsatz der beinhaltenden Vorschläge in der öffentlichen Erziehung, sprich Kindergarten und Schule, zusammenzuführen. |

