2. Die Dämonisierung Andersdenkender Drucken

In der am 4. April 1997 ausgegebenen "Milano-Charta" verlangte Ingvar Carlsson, Co-Vorsitzender des CGG, einen Weltkampf gegen die Intoleranz, in dem er behauptete, dass "der neue Feind nicht die anderen Zivilisationen, sondern einfach die Intoleranz sei". Die "Milano-Charta" identifiziert "Intoleranz gegen andere Kulturen, Zivilisationen und Religionen" als "der wirkliche Ursprung der Kultur der Gewalt."

Die Hauptursache für Kriege, da sind sich alle einig, sind die Vielzahl unterschiedlicher Religionen, allen voran das Juden und Christentum, die für den größten Teil der Kriege in der Geschichte der Menschheit verantwortlich gemacht werden.

Bischof Swing schreibt in seinem 1998 erschienen Buch "The Coming United Religions:

"'Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.' Ist irgendeine religiöse Dimension tiefer als diese? Das ist das erste Gebot der Juden und Christen. Das ist auch Moslems, oder in Fakten, mehr als der Hälfte der Menschen auf der Erde nicht fremd. Und doch wenn Milliarden von Menschen der exklusiven Religionen befohlen wird, den frommen Ansprüchen anderer exklusiver Religionen entgegenzutreten, welche Hoffnung gibt es für den Frieden unter den Religionen?"

Hans Küng, Unterstützer der URI und Autor des "Globalen Ethos", welches als Grundlage für die URI-Charta diente, droht In seinem Buch "Global Responsibility: In Search of a New World Ethic", unmissverständlich:

"Um es ganz offen zu sagen: Keine rückläufige oder repressive Religion - ob christlich, Islamisch, jüdisch oder beliebiger Herkunft - hat eine langfristige Zukunft."

Hans Küng bezeichnet ausschließlich die monotheistischen Religionen als rückläufig und repressiv, es sind dieselben die Swing als exklusive Religionen bezeichnet.

Zudem besteht ein großes Problem mit den "universalen Behauptungen" des "Globalen Ethos". Denn es gibt keine Definition. Die zweideutige Sprache des "Globalen Ethos" lässt viel Raum für radikale soziale Reformen, um uns in der Zukunft ihre Agendas aufzuerlegen.

Einige Beispiele:

Den Kern des globalen Ethos stellen die so genannten "Vier unverrückbaren ethischen Weisungen" dar, die 1993 von Vertretern aller großen Weltreligionen und ethischen Traditionen als deren Gemeingut herausgearbeitet wurden. Sie lauten:

  • Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben,
  • Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung,
  • Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit,
  • Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau.

In der 3. unverrückbaren Weisung, "Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit", ist zu lesen, das...

"... Kein Mensch und keine Institution, kein Staat und auch keine Kirche oder Religionsgemeinschaft haben das Recht, den Menschen die Unwahrheit zu sagen."

Wer bestimmt, was wahr oder unwahr ist? Fragen Sie einen Christen - also einen von denen, die nicht jeden Sonntag den Lügen der kath. Götzendienern und anderen pseudochristlichen Priestern lauschen sondern selber, die Bibel ernsthaft lesen - was diese als Wahrheit in Bezug auf den Glauben ansehen. Sie werden Ihnen unter Garantie mitunter antworten, dass man nur in der Bibel den wahren Willen Gottes findet und es die Pflicht eines jeden gläubigen Menschen ist, möglichst vielen Menschen von Jesus, dem einzigen Weg zur Erlösung, zu erzählen.

Wenn es nach den Ansichten Strong's, Muller's, Swing's und wie sie alle heißen geht, ist diese Wahrheit Unwahr. Oder mit anderen Worten: Sobald die URI, wie gefordert, aktiv an der Weltpolitik mitwirken darf, wird keine andere Religion und kein anderer Glaube geduldet. Denn wie Mathew Fox, Priester der Episkopalkirche bereits ankündigte, werden die "gesammelten Lehren" der URI eine universale Wahrheit, darstellen.

"...Jedoch müssen wir die Essenz aller Religionen die wir haben, sammeln, das ist, was ich "tiefe Ökumene" nenne. Indem wir das Beste aller unserer Weltreligionen vermischen werden, werden wir hoffentlich eine universale Wahrheit destillieren. Die menschliche Rasse ist jung, und wir entwickeln uns, weil sich unser religiöses Bewusstsein entwickelt."

Und jede Lehre, varallem das Evangelium, die dieser universalen Wahrheit widerspricht, ist demnach eine Lüge dessen Verbreitung nicht erlaubt ist.

Die Missionierung wird bereits heute, von der URI und dem Weltethos strikt abgelehnt und als Fanatismus angesehen, welcher laut der URI-Charta und des Weltethos "den Frieden, die Sicherheit und das Wohl der Welt" bedroht und somit irgendwann vom Weltgerichtshofs als "Gefahr für die globale Gemeinschaft" angesehen wird und "um der heutigen und der künftigen Generationen willen" bestraft wird. Die URI fordert in ihrer Charta, die...

"fortdauernde tägliche interreligiöse Zusammenarbeit zu fördern, religiös motivierte Gewalt zu beenden und Kulturen des Friedens und der Gerechtigkeit zu schaffen und die Erde und alle Wesen heilen."

Während dieser täglichen interreligiösen Zusammenarbeit ist das Predigen des eigenen Glaubens streng verboten. Swing in seinem Buch weiter:

"... um Frieden unter einander zu sichern, wird es eine fromme Waffenruhe, eine vorläufige Waffenruhe geben müssen, wo die absoluten exklusiven Ansprüche von jedem geehrt werden, aber eine vereinbarte, Neutralität wird in Bezug auf das Bekehren, verurteilen, morden, oder beherrschen ausgeübt. Diese werden in der Vereinigten Religionszone nicht geduldet."

Eine weitere unverrückbare Weisung lautet:

"Alle Menschen sollten sich allen Formen des Barbarismus, besonders Fanatismus, Hass, und sozialem Ausschluss entgegensetzen, und für die größere Menschlichkeit arbeiten...."

Hier stellt sich die Frage: Fällt religiöse Orthodoxie oder das Predigen des Evangeliums vor allem das Verkünden von Jesu als den einzigen Weg zur Erlösung unter "Fanatismus" oder "Intoleranz"? Möglich ist es, denn wie ich bereits deutlich gemacht habe, sind die Anhänger der URI und der Erd-Charta strikte Gegner der Missionierung, dem christlichen Glauben allgemein und vor allem dem Glauben an Jesus als den einzigen Weg zur Erlösung.

Würde diese vorgeschlagene "Behauptung" also im Blickwinkel des Autors interpretiert werden, würde das Verkünden des Evangeliums mit Sicherheit verboten werden. Nicht anders sieht es bei Swing aus. Er schreibt in seinem Buch "The Coming United Religions":

"Eine vereinbarte Neutralität wird im Bezug auf das Bekehren, das Verurteilen, die Ermordung oder das Beherrschen ausgeübt. Diese werden in der Zone der Vereinigten Religionen nicht geduldet."

Es gibt aber noch weitere Beispiele für die Unbeliebtheit des Christentums innerhalb der UN und ihrer falschen Propheten.

Nach Angaben der UNO ist das Christentum nicht mehr tragbar für diesen Planeten. Es ist "unnachhaltig". Sie sind der Ansicht, die christliche und jüdische Lehre, Gott hätte die Menschen beauftragt über die Tiere zu herrschen, hat die Menschen dazu veranlasst, Gaia auszubeuten und sieht ihre Anhänger somit als die Hauptschuldigen an dem heutigen Klimadilemma.

Ein Dokument, erstellt auf der UN Tagung zur biologischen Ungleichheit, dem "Global Biodiversity Assessment", kennzeichnet das Christentum ausdrücklich als einen Glauben, der die Menschen von der Natur abgesondert und die Natur seiner heiligen Qualitäten beraubt hat:

"Die Konvertierung zum Christentum hat auf der ganzen Welt für viele Waldbewohner, Bauern und Fischer zur Aufgabe der Sympathie zur natürlichen Welt geführt..."

Der bekennende Pantheist und Unterstützer der Erd-Charta, der ehem. US Vize-Präsident Al Gore, gibt diese Ansicht in seinem Buch "Earth in Balance" noch deutlicher wieder:

"Der geistige Sinn unseres Platzes in der Natur geht bis zu der Kultur der Indianer zurück; zunehmend kann es zu den Ursprüngen der menschlichen Zivilisation verfolgt werden. Eine wachsende Zahl von Anthropologen und Archäomythologen, wie Marija Gimbutas und Riane Esler behaupten, dass die vorherrschende Ideologie des Glaubens im vorgeschichtlichen Europa und dem größten Teil der restlichen Welt auf der Anbetung einer einzelnen Erdgöttin beruhte,... und Harmonie unter allen Wesen ausstrahlte.

Viele der Beweise für die Existenz dieser primitiven Religion bestehen aus den vielen Tausenden aufgedeckten zeremoniellen Kunsterzeugnissen. Diese sind so weit verbreitet, dass sie die Meinung zu bestätigen scheinen, dass eine Erdgöttin-Religion bis zu der Ausbreitung der heutigen Religionen allgegenwärtig war und von denen die meisten noch ausgesprochen maskulin orientiert waren... ausgefegt aus Indien und dem Nahen Osten, wurde der Glauben an die Erd-Göttin fast ausgelöscht. Die letzte Spur der organisierten Anbetung der Erdgöttin wurde erst im 15. Jahrhundert in Litauen durch das Christentum beseitigt."

Auch Medienmogul Ted Turner, der die UN mit geschätzen 30 Mio. Dollar im Jahr unterstützt, bezeichnete das Christentum als naturunfreundliche Religion, wie die Reporterin Tracey C. Rembert in einem Interview mit Turner im Environmental Magazine anmerkte.

Ich kann mich nur wiederholen. Mit der Ratifizierung der Erd-Charta kommen nicht nur die Weltregierung und die neue Nachhaltige Weltordnung, wie sie in der Agenda 21 und diversen anderen Verträgen beschrieben wird. Sie wird auch die URI als die verbindliche Weltreligion mit sich bringen. Und jeder der ihr nicht beitreten wird, wird, wie es im römischen Statut des internationalen Weltgerichthofs gefordert wird, wegen der Gefährdung des Frieden, der Sicherheit und dem Wohl der Welt, "um der heutigen und der künftigen Generationen willen" bestraft.